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Winterzeit ist auch MaronizeitIn der kalten Winterzeit bleibt man gerne mal am Maronistand stehen, wärmt die Hände und nimmt eine Tüte heisser Maroni mit auf den Weg. Eine gute Wahl, denn Edelkastanien oder Maroni sind ein vollwertiges Lebensmittel. Gesünder und kalorienärmer als jede Nascherei!
Schnell satt und das mit vergleichsweise wenig Kalorien. Welches Nahrungsmittel kann das ausser der Maroni sonst noch von sich behaupten. Der hohe Sättigungsgrad schlägt sich mit rund 171 Kalorien (715 Kilojoule) je 100 Gramm Maroni zu Buche. Nüsse haben im Vergleich dazu etwa doppelt so viele Kalorien. Maroni bestehen zu einem Grossteil aus "gesunden" Kohlenhydraten und der niedrige Fettgehalt liegt unter zwei Prozent.
Der hohe Anteil an Kohlenhydrate hebt den Sertoninspiegel im Körper, daher bessert sich durch den Genuss von Maroni die Stimmung. Also macht nicht nur Schokolade glücklich, sondern auch die Frucht der Edelkastanie. Bedeutsam für die Gesundheit ist der hohe Anteil von Kalium und Magnesium. Zusätzlich enthalten Maroni noch B-Vitamine, Vitamin C und E sowie Folsäure. Vor allem die B-Vitamine wirken beruhigend auf das Nervensystem und stärken die Immunabwehr. Zudem zählt die Traditionelle Chinesische Medizin die Maroni zu den idealen Winternahrungsmittel, denn sie wärmen den Körper von innen und stärken die Nieren.Nährwert Maroni's pro 100 g essbarer Anteil: 171 kcal / 715 kj, 4 g Wasser, 2,5 g Protein, 1.9 g Fett, 0 g Cholesterin,
36 g Kohlenhydrate, 10.8 g Zucker, 8.4 g Nahrungsfasern, 4 mg Natrium, 600 mg Kalium, 35 mg Calcium, 40 mg Magnesium, 1 mg Eisen, 0,5 mg Zink, plus fast alle Vitamine.
Verwendung und Zubereitung
Die Maroni war im Mittelalter das Fleisch und Brot der armen Leute und half in Zeiten von Dürre und Missernten gegen Hungersnöte. Roh sind Esskastanien und Maronen ungeniessbar und müssen vor dem Verzehr stets gekocht oder geröstet werden.
Im Handel sind die Esskastanien heute in verschiedenen Formen zu finden: als Rohware, geröstet, getrocknet (und vermahlen), in Konserven, als (tiefgefrorenes) Püree oder glasiert/kandiert. Edelkastanien schmecken hervorragend als kohlenhydratreiche Beilage zu Fleisch und in Kombination mit Kohlgerichten. Sie werden auch gerne zum Füllen von Wildgerichten, Gans oder Truten verwendet. Das Mehl der Kastanie ist glutenfrei und eignet sich daher als Brotmehl für Zöliakie-Patienten. Ideal sind Edelkastanien auch für Desserts. Maroni schmecken süsslich, weil es beim Kochen oder Rösten durch den hohen Stärkegehalt zu einer Verzuckerung kommt.
Beim Kauf sollte auf eine glatte glänzende Schale geachtet werden. Früchte mit einer weichen oder verschrumpelten Schale sind nicht mehr frisch. Auch Würmer mögen Maroni, weshalb Sie die Schale gut auf Einstichlöcher untersuchen sollten. Ein einfacher Trick ist, die Kastanien in Wasser zu legen. Die guten Maroni sinken, die wurmstichigen schwimmen an der Wasseroberfläche. Um die Kastanien schälen zu können, werden zwei Möglichkeiten angewendet: Die Schalen der Früchte werden mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeschnitten und bei 275 bis 300 Grad Celsius im Rohr gebacken, bis die Schalen platzen. Vorsicht! Einschneiden nicht vergessen, sonst explodiert die Kastanie in kleinste Teile. Man kann Kastanien auch ca. 20 Minuten in heissem (Salz-)Wasser kochen, allerdings leidet bei dieser Methode der Wohlgeschmack. Die Kastanien sollten dazu ebenfalls eingeschnitten werden. Botanik und Herkunft
Die Edelkastanie - Castanea sativa - gehört zu den Buchengewächsen und ist mit der Rosskastanie, die zu den Rosengewächsen gehört, trotz Ähnlichkeit der Früchte nicht verwandt. Die Früchte der Rosskastanie sind für den Menschen giftig!
Botanisch unterscheidet man zwischen Edel- oder Esskastanie und Maronen - Begriffe, die in der Küche synonym verwendet werden. Die Edelkastanien sind eher rundlich, einseitig abgeflacht und grösser als die Maronen. Maroni's sind kleiner, meist herzförmig, ihre Schale hat dunkle Streifen und lässt sich leichter schälen. Aufgrund dieser Eigenschaft und ihres intensiveren Geschmacks werden für den Einsatz in der Küche Maronni's vorgezogen.
Die Edelkastanie hat sich von Mittelasien aus in den wärmeren Gegenden Europas verbreitet. Die Römer brachten sie nicht nur wegen ihrer Früchte, sondern auch wegen des vorteilhaften harten Holzes nach Mitteleuropa und England. Edelkastanienbäume wachsen am besten in Gegenden mit Weinbauklima. Heute stammt der Großteil der bei uns im Handel erhältlichen Maroni aus dem dem Tessin und Mittelmeergebieten Italiens und Spaniens. (Redaktion searchfit.ch / hm)
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